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Kopf voran im Eiskanal
Skeleton - Das sieht aber gefährlich
aus!
Ausrüstung
Ladies im Eiskanal
Kopf voran im Eiskanal
Als Kinder fuhren wir schon gerne mit dem Kopf
voran auf verschneiten Hügeln hinunter. Skeleton-Piloten machen
dies mit wachsender Begeisterung in der Eisbahn: bäuchlings
sturzen sie sich in den Eiskanal mit einer Spitzengeschwindigkeit
von bis ca. 120 km/h und das nicht mehr als 5 cm über dem Eis.
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Dieser Sport verbindet Feingefühl
mit aufregender Ge- schwindigkeit. Er erfordert von allen Piloten
Ausdauer und Kraft. Der Skeleton-Fahrer startet mit einem Sprint
über das Eis. Hierfür trainiert man den Muskelaufbau
und Schnelligkeit. Im Eiskanal aber zählt vor allem Erfahrung.
Die Kenntnis der Bahn, das Gespür für den Zustand
des Eises, für die Ideallinie. |
Dieser Kufensport sieht gefährlicher und
spektakulärer aus als er ist. Wer den "Kopf-voran-Sport"
bereits kennt, ist entweder fasziniert oder verhöhnt die Piloten
als Verrückte. Vielleicht deshalb, weil er so ungewöhnlich
scheint.
Auch das "Bobbahn-Skeleton" hat eigene
Entwicklungen durchlaufen. Ursprung des Skeleton-Schlittens war
der Cresta-Schlitten. Anfangs fuhr man, wie beim Cresta, ebenfalls
mit Rollsitz.
Damals hielt man sich noch vorne am Schlitten
fest. Im Laufe der Jahre wurde Material und Haltung sowie Ausrüstung
verbessert. Die so genannte Kamikaze-Haltung der Cresta-Fahrer schauten
einige Sportler ab.
Anfangs zwar noch belächelt, doch 1974 wurde auch diese Haltung
fest übernommen. Viele Fahrer mussten sich erst einmal daran
gewöhnen. Bald stellte man aber fest, dass dadurch wesentlich
schnellere Zeiten gefahren werden konnten.
Am Schlitten selber mussten einige Änderungen vorgenommen werden.
Der Rollsitz wurde ersetzt durch eine feste Wanne, an der die zukünftigen
Haltebügel für die neue Haltung angeschweißt wurden.
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| Skeleton
- Das sieht aber gefährlich aus!
"Wer so etwas macht, der spinnt ja!
" - Diesen Satz hören Skeletonfahrer sehr oft. Das
Gerücht über die wilden Jungs mit ihrer halsbrecherischen
Sportart ist nach wie vor verbreitet.
Doch Skeleton ist alles andere als gefährlich! |
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Die Tatsache, mit dem Kopf voran den Eiskanal
hinunter zu fahren, und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 135 km/h
zu erreichen, lässt so manchen Außenstehenden erstarren.
Zwar hat ein Skeletonschlitten keine Bremse, aber passieren kann
außer ein paar blauen Flecken nur wenig. Das liegt in erster
Linie am Schlitten. Der Sportlers liegt auf einem sehr schweren
Gerät (zwischen 33 und 43 kg, je nach Körpergewicht) und
das nur wenige Zentimeter über dem Eis. Der Schwerpunkt liegt
also unterhalb des Körpers und kann so im Falle eines Sturzes,
und das kommt am Anfang schon ein Mal vor, niemals auf den Sportler
fallen und ihn so verletzen. Gleichzeitig hat der Sportler aber
auch im Falle eines Sturzes die Möglichkeit, sich am Schlitten
fest zu halten und sich wieder auf das Gerät zu ziehen. Das
erspart den evtl. schmerzhaften Eiskontakt. Sollte dies nicht funktionieren
und man verliert sein Gerät, fährt dieses ohne Sportler
die Bahn weiter, und der Fahrer steigt, nachdem er ein paar Meter
auf dem Eis gerutscht ist, aus der Bahn. Eis hat keine Balken, somit
kann man nirgendwo dagegen fahren. Im schlimmsten Fall holt sich
der Sportler leichte Abschürfungen, die aber meistens in Form
von kaputter Kleidung auftritt.
Im Vergleich also zu dem, was Bob- und Rodelfahrern
passieren kann (Schulter- oder Beinbrüche, et.), ist Skeleton
trotz der spektakulären Optik ein sehr ungefährlicher
Sport. Ein durchtrainierter Körper, gute Aerodynamik und vielleicht
schon eine kleine Portion Mut gehören dazu, um diesen Sport
auszuüben. Doch hat das bis jetzt weder Frauen noch Kinder
davon abgehalten, es auszuprobieren. Und wie sagte schon so mancher
9jährige noch einer Fahrt auf dem Skeletonschlitten: "
Das war geil!"
Nicht vergessen - Beim Skeleton
sind sie ihr eigener Pilot!
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Ausrüstung
Der Skeleton besteht heute aus einem massiven
Stahlgerippe, daher auch der Name "Skeleton" (engl.: Skelett).
Statt dem damaligen Rollsitz fertigte man eine seitlich hochgezogene
starre Wanne mit Haltebügeln sowie seitliche Prallbügel
vorn und hinten. Die Rundstahlkufen sind am Schlitten mittels Stellschrauben
befestigt. Es ist somit möglich, die Kufenform und damit die
Auflage auf dem Eis anhand der Kufen zu verändern.
Das Reglement sieht für die Damen und Herren
ein Mindestgewicht von 33 kg vor und darf ein Maximalgewicht von
37 kg bzw. bei den Herren 43 kg nicht überschreiten. Genauso
ist ein Gesamtgewicht vorgeschrieben: Die Damen dürfen ein
Gesamtgewicht (Schlitten, Körper, Ausrüstung) von 95 kg,
bei den Herren 115 kg, nicht überschreiten. Gewichtigere Personen
können deshalb nur einen Schlitten mit dem vorgegebenen Mindestgewicht
fahren. Die Schlittenlänge darf zwischen 80 cm und 120 cm betragen
und bedarf einer Gesamthöhe von 8 cm bis 20 cm.
Die Skeletonfahrer tragen einen eng anliegenden,
einteiligen Stoffanzug (Lackanzüge sind verboten), Fingerhandschuhe,
einen den DIN-Normen entsprechenden leichten Schutzhelm mit Kinnschutz,
Sprinterschuhe mit 7 mm Spikes und wenn nötig Ellbogenschoner.
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Ladies im Eiskanal
Ungefähr seit 1990 fahren auch Damen
Bobbahnskeleton. Aus Amerika hörte man schon vereinzelt
von Skeletonfahrerinnen. Also traten auch die Europäerinnen
an den Kunsteisbahnen an. Die Schweiz, Deutschland und Österreich
hatten als erste Nationen Damen am Start. Aber Nationen wie
Italien, Frankreich oder Russland zogen schnell nach. Nun
mussten die gleichen Bedingungen geschaffen werden, wie für
die männlichen Starter. Also gab es ab Mitte der Neunziger
auch für die mittlerweile zahlreichen Skeleton Damen
Weltcups, Europacups und Weltmeisterschaften. Erstaunlich
ist, das die erfolgreichsten Skeletonpilotinnen auch die kleinsten
und zierlichsten sind, somit im Kontrast zu den eher muskulösen
Damenbobfahrerinnen und Rodlerinnen stehen.
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